Satzung
Für den Christlichen Verein Junger Menschen e.V. Endersbach in der Fassung vom 10. Februar 1981



Präambel
    »Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit«. Mitten in unserer Welt der Vergänglichkeit, des Unfriedens und der Angst baut Jesus Christus sein Reich der Unvergänglichkeit, des Friedens und der Freude. Er hat sein Leben am Kreuz für die Sünde der Welt hingegeben, ist auferstanden vom Tode, lebt und regiert in Ewigkeit.
Der Christliche Verein Junger Menschen Endersbach wurde 1897 als Christlicher Verein Junger Männer von Schullehrer Kleiner, Pfarrer P. Klemm und Bruno Mehmke gegründet. Er bekennt sich zu dem Herren Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt. Der Verein hält Gottes Wort für die entscheidende Richtschnur des Lebens. Der Verein weiß sich als Junge Gemeinde der Evangelischen Kirche in Endersbach verbunden.


§ 1 Name, Sitz und Zugehörigkeit
(1) Der Verein führt den Namen »Christlicher Verein Junger Menschen Endersbach« (abgekürzt »CVJM Endersbach«).
(2) Sitz des Vereins ist Weinstadt-Endersbach, Rems-Murr-Kreis. Der Verein ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Waiblingen eingetragen.
(3) Der Verein ist dem CVJM-Landesverband Württemberg e.V. im Evangelischen Jugendwerk und dadurch auch dem CVJM-Gesamtverband in Deutschland und dem Weltbund der CVJM/YMCA angeschlossen.

§ 2 Zweck des Vereins
(1) Der CVJM Endersbach übernimmt den geschichtlichen Auftrag der CVJM als einer freien und unabhängigen missionarischen Laienbewegung, wie er in der 1855 beschlossenen „Pariser Basis“ mit folgenden Worten festgelegt ist:

  “Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu vereinen, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben sein Jünger sein und gemeinsam darnach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten“

Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute stellen sie eine weltweite Gemeinschaft von Menschen aller Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten dar. Darum gilt für den Bereich des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e.V. heute die „Pariser Basis“ für alle jungen Menschen.
(2) Daraus hat der Verein die Aufgabe, jungen Mädchen und jungen Männern Wegweiser zu Jesus Christus zu sein und ihnen eine christliche Gemeinschaft für alle Lebensbereiche anzubieten.
(3) Der Verein wendet sich an alle jungen Menschen ohne Unterschied des Bekenntnisses, der Nationalität, der Rasse und der politischen Auffassung.
(4)
Der Verein sucht diese Aufgabe zu erfüllen, dadurch dass er
  1. Bibelabende, Gebetsgemeinschaften, Gesprächsabende und missionarische Veranstaltungen durchführt,
  2. jungen Menschen in inneren und äußeren Nöten mit Rat und Tat hilft,
  3. kulturelle und sportliche Veranstaltungen anbietet,
  4. Freizeiten, Rüsttreffen, Fahrten und Lager durchführt,
  5. die notwendigen Heime und Einrichtungen schafft und unterhält.


§ 3 Mitgliedschaft

(1)
Mitglied des Vereins kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat, zunächst als Gast regelmäßig die Vereinsveranstaltungen besucht hat, und bereit ist, die Satzung des Vereins anzuerkennen.
(2)
Die Aufnahme geschieht durch den Vorstand oder dessen Stellvertreter in einer hierfür bestimmten Versammlung. Zugezogene Mitglieder auswärtiger CVJM werden ohne besondere Aufnahme als Mitglied übernommen.
(3)
Unterstützendes Mitglied kann jedermann werden, der bereit ist, den Verein in seinen Bestrebungen zu unterstützen.
(4)
Aufgaben und Pflichten der Mitglieder
  1. Die Mitglieder tragen die Verantwortung für alle Veranstaltungen des Vereins
  2. Die Mitglieder, durch Gottes Wort und Gebet verbunden, sind der eigentliche Träger der CVJM-Arbeit.
  3. Sie bezeugen durch ihre freiwillige Mitarbeit den Herrn Christus und wollen jeden Dienst auf betendem Herzen tragen
  4. Sie bekennen sich zu Jesus Christus als ihrem Herrn und Heiland und fördern den missionarischen Auftrag junger Menschen an jungen Menschen.
(5)
Die Mitgliedschaft erlischt durch schriftliche Austrittserklärung dem Vorstand gegenüber, durch Ausschluss und durch Tod. Der Ausschluss kann nach vorheriger mündlicher Anhörung durch den Ausschuss beschlossen werden, wenn das Mitglied der Satzung des Vereins zuwider handelt oder durch Äußerungen oder Handlungen den Verein schädigt.


§ 4 Gliederung

(1) Die Arbeit des Vereins wird in Gruppen durchgeführt, die sich nach besonderen Aufgaben, Alter und Interessen gliedern, zum Beispiel Jungschar, Jungenschaft, Kreis junger Erwachsener, Posaunenchor, Eichenkreuzsport, Familienarbeit und so weiter.
(2) Über die Gliederung im Einzelnen und die Aufgabenstellung der einzelnen Gruppen kann nur der Ausschuss beschließen.
(3) Die einzelnen Gruppen können sich eigene Ordnungen geben. Diese Gruppenordnungen dürfen der Vereinssatzung nicht widersprechen. Sie sind schriftliche niederzulegen, vom Ausschuss zu genehmigen und beim Vorstand zu hinterlegen.



§ 5 Vorstand

(1) Der Vorsitzende wird als Vorstand im Sinne des BGB vom Ausschuss aus seiner Mitte gewählt. Der Vorsitzende muss volljährig sein. Er übernimmt sein Amt auf die Dauer von drei Jahren.
(2) Der Vorsitzende leitet die Mitgliederversammlungen und Ausschusssitzungen. Er ist für die Durchführung der von diesen Organen gefassten Beschlüsse verantwortlich.
(3) Der Vorsitzende vertritt den Verein allein vor der Öffentlichkeit und vor Gericht. Er wird von seinem, ebenfalls vom Ausschuss gewählten Vertreter vertreten. Vereinsintern gilt jedoch, dass der Stellvertreter nur tätig werden soll, wenn der Vorsitzende verhindert ist.


§ 6 Ausschuss

(1) Der Ausschuss besteht aus neun Mitgliedern. Die weiblichen und männlichen Mitglieder müssen je mit mindestens zwei Ausschussmitgliedern vertreten sein.
(2) Die Wahl des Ausschusses erfolgt durch die Mitgliederversammlung entsprechend den Vorschlägen aus den Reihen der Mitglieder. Die Ausschussmitglieder werden in geheimer Wahl auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Gewählt sind unter Berücksichtigung von Absatz 1, Satz 2, die neun Kandidaten, auf die aus der Reihe der Vorgeschlagen die meisten Stimmen entfallen. Wiederwahl ist möglich. Bei Stimmengleichheit entscheidet eine Stichwahl. Bei Ausscheiden eines Ausschussmitgliedes rückt der Kandidat mit der nächst höchsten Stimmenzahl nach. Absatz 1, Satz 2, ist auch in diesem Falle zu berücksichtigen.
    Ergänzung (Aufgrund Mitgliederversammlung vom März 1999):
Sollte aber kein Kandidat mehr zur Verfügung stehen, sind verbleibenden Ausschussmitglieder ermächtigt, ohne die Einberufung einer Mitgliederversammlung ein Vereinsmitglied in den Ausschuss zu wählen. Der Ausschuss bedarf hierzu der einfachen Mehrheit. Die Nachwahl muss vom gewählten Vereinsmitglied angenommen werden. Die vorgenommene Nachwahl wird bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten bestätigt. Kann eine Bestätigung des gewählten Vereinsmitgliedes durch die Mehrheit nicht erreicht werden, so ist das Ausschussmitglied neu zu wählen. Absatz 1, Satz 2, ist in jedem Fall zu berücksichtigen.
(3) Ausschussmitglied kann werden, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat. Mindestens 6 der Ausschussmitglieder müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.
(4) Der Ausschuss wird zu seinen Sitzungen vom Vorsitzenden briefliche eingeladen. Der Ausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Für den Ausschluss eines Mitgliedes nach § 3, Absatz 5, ist Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden Ausschussmitglieder erforderlich. Die Beschlüsse des Ausschusses werden vom Vorsitzenden und vom Schriftführer beurkundet.
(5)
Der Ausschuss ist zuständig für:
  1. die Wahl des Vorsitzenden, seines Stellvertreters, des Kassiers und des Schriftführers,
  2. die Gliederung der Arbeit des Vereins
  3. die Jahresplanung
  4. die Mitwirkung bei der Berufung der verantwortlichen Mitarbeiter der einzelnen Gruppen,
  5. die Verwaltung des Vermögens und für Bauvorhaben
  6. die Vorbereitung der Anträge für die Mitgliederversammlung
(6) Der Vorsitzende und sein Stellvertreter werden aus den Reihen der Ausschussmitglieder gewählt. Der Kassier und der Schriftführer werden vom Ausschuss berufen. Sind Schriftführer und Kassier nicht gewählte Ausschussmitglieder, so hat der Schriftführer bei den Ausschußbeschlüssen kein Stimmrecht, der Kassier nur ein Stimmrecht bei Beschlüssen, die die Geldgeschäfte des Vereins angehen.
(7) Der Ausschuss kann zu seinen Beratungen sachkundige Personen zuziehen. Diese sind nicht stimmberechtigt.


§ 7 Mitgliederversammlung

(1) Der Vorsitzende ist verpflichtet, mindestens einmal jährlich, möglichst im ersten Kalender-Vierteljahr, eine Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) einzuberufen. Zu weiteren Mitgliederversammlungen kann der Ausschuss jederzeit einladen. Der Ausschuss ist verpflichtet, auf Antrag von wenigstens einem Drittel aller Mitglieder des Vereins unter schriftlicher Angabe der zu Verhandlung anstehenden Punkte eine Mitgliederversammlung einzuberufen.
Zu den Mitgliederversammlungen sind alle Mitglieder mindestens einundzwanzig Kalendertage vorher brieflich einzuladen.
(2)
Aufgaben der Jahreshauptversammlung sind:
  1. die Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Gruppenleiter,
  2. die Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses,
  3. die Entgegennahme des Kassenberichtes und des Berichtes der Rechnungsprüfer,
  4. die Entlastung des Kassiers,
  5. Wahl der Rechnungsprüfer für die kommende Rechnungsprüfung
  6. die Wahl des Ausschusses,
  7. die Beratung der Anträge, die mindestens zehn Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vorsitzenden eingereicht werden müssen.
(3) Die Erledigung der Aufgaben der Jahreshauptversammlung, sowie eventuell gefasste Beschlüsse der Mitgliederversammlungen sind vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu beurkunden.


§ 8 Rechnungsführung

(1) Die Kasse des Vereins wird von dem vom Ausschuss berufenen Kassier geführt. Mindestens einmal im Jahr wird die Kasse und Rechnungsführung von den von der Mitgliederversammlung gewählten Rechnungsprüfern geprüft.
(2)

Zur Bestreitung der Kosten des Vereins dienen:

  1. die von der Mitgliederversammlung festgesetzten regelmäßigen, monatlichen Mitgliedsbeiträge,
  2. Opfer, Spenden und Zuschüsse.


§ 9 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein darf ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der geltenden Steuergesetze erfüllen. Es dürfen nur solche wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe geführt werden, die zur Erreichung der steuerbegünstigen Zwecke des Vereins unentbehrlich sind.
(2) Die Mitglieder des Vereins erhalten keinerlei Gewinnanteile. Sie dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Dies gilt auch für den Fall ihres Ausscheidens aus dem Verein oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins.
(3) Der Verein erstrebt keinen Gewinn. Alle Mittel des Vereins (Vermögen, Zahlungen für Leistungen des Vereins, Gaben, Spenden, usw.)  sind für die gemeinnützigen Zwecke des Vereins gebunden. Die laufenden Einnahmen sind für diese Zwecke zu verwenden. Der Verein darf keine Person durch Verwaltungsaufgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind, auch nicht durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigen.


§ 10 Satzungsänderungen

(1) Die in der Präambel niedergelegte geistliche Grundhaltung und der § 2, Absatz 2, sind als Fundament der Vereinsarbeit von jeder Änderung ausgeschlossen.
(2) Weiter Änderungen des Zwecks des Vereins dürfen nur im Rahmen von gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken im Sinne der geltenden Steuergesetze erfolgen.
(3) Die übrige Satzung kann nur geändert werden, wenn mindestens drei Viertel aller Ausschussmitglieder und drei Viertel der anwesenden Mitglieder in einer Mitgliederversammlung die Änderung beschließen.


§ 11 Auflösung und Aufhebung

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur unter Zustimmung von wenigstens drei Viertel der anwesenden Mitglieder einer Hauptversammlung erfolgen. Der Ausschuss bestimmt dann über die Verwendung des nach Deckung der Verbindlichkeiten verbleibenden Vereinsvermögen im Sinne der Zwecke des Vereins zugunsten einer andern christlichen Arbeit.
(2) Beschlüsse darüber, wie das Vermögen bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks zu verwenden ist, dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.
(3) Ist jedoch eine Gruppe von mindestens 6 wahlberechtigten Mitgliedern entschlossen, den Verein als CVJM weiterzuführen, so gehen alle Rechte und Pflichten auf diese Gruppe über.

 

    In der Hauptversammlung vom 10. Februar 1981 haben die Vereinsmitglieder der Satzungsänderung zugestimmt.

Endersbach, den 10. Februar 1981
                        Heinz Scharpf (Vorstand)